Entwicklung 2015-2016: Kooperation – Kommunikation – Partizipation

Diese Begriffe prägen die Schwerpunkte unserer Schulentwicklung in den kommenden Jahren. Kooperation: Das Lehrerkollegium spricht sich besser ab in neu gebildeten Jahrgangsteams, um die pädagogischen Ansätze unseres Leitbildes wirksamer umzusetzen. In der ersten Zeit geht hier um das „Classroom-Management“, um optimale Bedingungen für das Lernen, Arbeiten und das soziale Miteinander im Unterricht und im Klassenraum zu schaffen. Auch die Kooperation zwischen den schulischen Gremien, zwischen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften und die Partizipation (Beteiligung) stehen im Fokus: Wie gelingt es der Schule, alle Interessengruppen der Schulgemeinschaft konstruktiv an den Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen zu beteiligen? Dazu bedarf es einer Unterstützung durch moderne Kommunikationsmittel, damit alle ausreichend informiert sein können: Informationen sollen zukünftig verstärkt online eingeholt werden können (ohne die persönliche Kommunikation zu vernachlässigen!) – ob über das Digitale Schwarze Brett, über den Online-Vertretungsplan oder über eine schulinterne Kommunikationsplattform.

2011 – 2013 – 2015: Was haben wir erreicht? Wo wollen wir hin?

Leitbild und Erziehung

Ist unser Leitbild fertig? Zwei Jahre haben Schülerinnen und Schüler, Eltern und unser pädagogisches und nicht-pädagogisches Personal sich die Zeit genommen, um eine Bestandsaufnahme unseres Schullebens zu machen. Um sich zu verständigen, an welchen Ideen wir uns orientieren, wenn wir unseren Schulalltag gestalten. Herausgekommen ist ein Leitbild unter dem Motto „Leben & Lernen“, das auf dieser Homepage einzusehen ist. Nun wollen wir von diesem Leitbild ausgehen: Was bedeutet es für uns konkret, „Orientierung geben“ zu wollen und den Schülerinnen und Schülern „zugewandt“ zu sein? Wie definieren wir unseren Erziehungsauftrag? Wie gestalten wir unseren schulischen Alltag, damit Erziehung erfolgreich sein kann? Es wird deutlich: Wir haben gemeinsam ein Leitbild geschaffen, das wir nun weiter mit Leben füllen wollen. Denn unser Leitbild wird nur so gut sein, wie es uns gelingt, es in der Schulpraxis umzusetzen und unsere tägliche Arbeit daran zu messen. Wir wollen das tun.

Unterrichtsentwicklung

Wir wollen voneinander lernen und besser werden, wenn wir von „gutem Unterricht“ sprechen, wenn wir gemeinsam entwickelte Unterrichtsvorhaben erproben, wenn wir Unterricht gestalten wollen. Deshalb öffnen wir die Tür des Klassenraumes, damit Kolleginnen und Kollegen dabei sein und wir anschließend über den guten Unterricht sprechen können. Das kommt unseren Schülerinnen und Schülern unmittelbar zugute. Schon ein Viertel unserer Kolleginnen und Kollegen nimmt in Dreierteams an diesem Projekt teil, wird professionell begleitet. Das ist eine tolle Entwicklung! Für die Entwicklung unseres Unterrichts in der nächsten Zeit steht fest: Wir wollen die Rückmeldungen wie die der Schulinspektion oder der zahlreichen Testungen (z. B. KERMIT) nutzen! Die folgenden Leitfragen stehen im Mittelpunkt:

  • Wo ist es sinnvoll und möglich, unseren Schulalltag, z. B. den Rhythmus und die Taktung der Unterrichtszeiten, so anzupassen, dass unsere Schülerinnen und Schüler besser lernen können?
  • Wo und wie können wir unsere Schülerinnen und Schüler im Unterricht noch mehr herausfordern?
  • Wie gestalten wir den Unterricht, damit unsere Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Lernen beobachten und beim Lernen an ihren individuellen Stärken und Schwächen ansetzen können?

Räume gestalten: Auch für die Lehrergesundheit

Zusammen mit einer Architektin haben wir realistische Pläne entworfen und im Kollegium abgestimmt: Wie gestalten wir die Räume, in denen das Personal Dienstbesprechungen durchführen, in denen es eine Pause machen kann oder in denen Lehrkräfte Gespräche mit Schülerinnen und Schülern und Eltern führen? Schritt für Schritt setzen wir nun diese Pläne um: Das Schulbüro wird erweitert, ein Konferenzraum und ein ordentliches Hausmeisterbüro sind eingerichtet, ein neuer, größerer Kopierraum wird eingerichtet, der Personalrat hat sein neues Dienstzimmer bezogen. Die Vorbereitungen für weitere räumliche Veränderungen laufen. Mittelfristig werden wir unser abgestimmtes, schlüssiges Raumkonzept umsetzen.

Schulkonferenz beschließt neue Stundentafel

Eine neue Stundentafel ist beschlossen: Das Gymnasium Bornbrook

  • stärkt die Kernfächer,
  • schafft flexibles  Bili-Angebot in Bergedorf – konsequent bis zum Abitur,
  • entlastet Schülerinnen und Schüler  mit neuer Fremdsprachenfolge,
  • macht ernst mit Gesundheitsförderung: 18 Wochenstunden Sport bis Klasse 10,
  • schärft das Profil der Schule mit Theater und Musik.

Herauszuheben ist vor allem die Stärkung der Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Diese Stärkung ist angesichts des Kernfachabiturs sinnvoll, denn auf diesem Wege wird eine gute Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler ermöglicht. So werden diese drei Fächer in Zukunft - d.h. ab dem kommenden Schuljahr - mindestens vierstündig unterrichtet.

Einen besonderen Schwerpunkt erhält das Fach Englisch, das in den Jahrgängen 5-6 sogar sechsstündig unterrichtet wird. Für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler ergibt sich darüber hinaus die Möglichkeit, das Fach NWT (Naturwissenschaften und Technik) auf Englisch zu belegen, im Wahlpflichtbereich werden zwei weitere Fächer (Experimentierkurs und Theater) auf Englisch angeboten. Ein flexibles Bili-Angebot.

Die Entscheidung für die Bili-Klasse erfolgt in Zukunft im Laufe von Jahrgang 6, nachdem in der Beobachtungsstufe vielfältige Möglichkeiten bestanden, englischsprachigen Unterricht zu erleben. Dieses neue Bili-Angebot setzt in den Jahrgängen sieben und acht den Schwerpunkt auf die Naturwissenschaften und Sport, in den Jahrgängen neun und zehn auf Geschichte, Geographie und Sport. Ein nahtloser Anschluss in der Oberstufe ist durch das neue bilinguale Profil gesichert.

Ganz bewusst hat sich das Gymnasium Bornbrook entschieden, die Schülerinnen und Schüler in der Startphase am Gymnasium durch eine sinnvolle Fremdsprachenfolge zu entlasten: Englisch-Schwerpunkt in Klasse 5-6, Französisch oder Latein ab Klasse 7 (mit dem Latinum in Klasse 11). Sprachbegabte Schülerinnen und Schüler können weiterhin ab Jahrgang acht als dritte Fremdsprache Spanisch belegen, diese Wahl ist jedoch freiwillig.

Studien zeigen: Kinder kommen von der Grundschule und sind naturwissenschaftlich interessiert! Sie werden am GymBo gezielt angesprochen durch die zusätzliche Wahlmöglichkeit des Experimentierkurses im WP-Bereich der Jahrgänge fünf und sechs. Ebenso gibt es in den Jahrgängen sieben bis zehn das zusätzliche Angebot eines Nawi Praxis-Kurses im WP-Bereich.

Das Fach Sport wird von Klasse 5-10 zwei- bis vierstündig unterrichtet. Auch hier bieten Fachtage neue Möglichkeiten der Akzentuierung, um außergewöhnliche Sportarten kennen zu lernen. Wir setzen die Vorgabe der Schulbehörde um: 18 Wochenstunden Sport bis Klasse 10!

Die Angebote in Theater und Musik reichen von der Beobachtungsstufe bis in die Mittelstufe bis hin zu einem Oberstufenprofil mit dem Fach Theater und schärfen unser Schulprofil. Neu ist die Ausdehnung unserer Angebote in der Beobachtungsstufe: Konzept der „Bläserklasse“ für unsere Big Bands im Wahlpflichtbereich der Klassen 5 und 6, sowie das Fach Theater im Rahmen des Englischangebotes  und darüber hinaus Theater im Wahlpflichtbereich (engl. oder dt.).

Unsere Ziele bis 2013

Leitbild

Mit Beginn des Schuljahrs 2011/12 hat sich die Schulgemeinschaft auf den Weg gemacht, ein gemeinsames Leitbild zu entwickeln. Wir ziehen zunächst eine Bilanz aus Sicht der Schülerinnen und Schüler, des Kollegiums und der Eltern und finden einen Konsens in Fragen wie: Was ist uns wichtig? Wo liegen unsere Stärken und Besonderheiten? Wo wollen wir hin? Wir begreifen die Arbeit am Leitbild, auch über das Produkt hinaus, als einen fruchtbaren Prozess des Austausches und der Verständigung, der Vergewisserung und der Profilschärfung.

Lehrergesundheit

Keine Schülerin, kein Schüler möchte gestresste oder überlastete Lehrkräfte im Unterricht haben. Was können wir also konkret am GymBo verändern oder erhalten, um Lehrkräften das bestmögliche Arbeitsumfeld zu schaffen? Um einen Beitrag zur Förderung der Lehrergesundheit zu leisten? Um am Ende die entspannte und den Schülerinnen und Schülern zugewandte Arbeitsatmosphäre im Unterricht zu erhalten?

Unterrichtsentwicklung

Überzeugt von der Auffassung, dass das Lernen ein individueller Vorgang ist, entwickeln wir Unterrichtsvorhaben, die dem gerecht werden (individualisierter Unterricht). Unsere Lehrkräfte in den Fachjahrgangsteams konzipieren zu diesem Zweck gemeinsam Unterrichtsvorhaben und bauen praxisnah gleichzeitig auf diese Weise unseren schulinternen, kompetenzorientierten Lehrplan auf. Flankiert wird unsere Unterrichtsentwicklung einerseits von einer neuen Unterrichtsform in der Mittelstufe, der Studienzeit, andererseits von den Lernentwicklungsgesprächen, die ihr Augenmerk auf den konkreten weiteren Lernprozess der einzelnen Schülerin / des einzelnen Schülers legen.